Pressemitteilung: Sitzung des Rates am 31. März 2020

Sit­zung des Rates am 31. März 2020

WLH-Frak­ti­on han­delt unver­ant­wort­lich

Um wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen und Pro­jek­te für die Stadt zu tref­fen bzw. fort­zu­ent­wi­ckeln ist eine Ent­schei­dung des Rates uner­läss­lich.  Um den beson­de­ren Umstän­den der Coro­na-Kri­se gerecht zu wer­den, soll­te die Sit­zung daher nach dem Soll-Stär­ke-Prin­zip abge­hal­ten wer­den. Hier­bei hät­te ledig­lich ein Ver­tre­ter je Frak­ti­on an der Sit­zung teil­neh­men müs­sen, der dann die Stim­men sei­ner Frak­ti­on gem. dem Wil­len der Wäh­ler reprä­sen­tiert hät­te. Und natür­lich hät­ten auch die frak­ti­ons­lo­sen Rats­mit­glie­der des Rates teil­neh­men und abstim­men kön­nen.  Somit hät­te der Kreis der Teil­neh­mer im Sin­ne des Gesund­heits­schut­zes auf ein Mini­mum redu­ziert wer­den kön­nen.

Dem woll­te allei­ne Frau Lukat für die WLH-Frak­ti­on jedoch nur dann zustim­men, wenn bestimm­te The­men von der Tages­ord­nung genom­men und nicht behan­delt werden.Die ande­ren Frak­tio­nen waren jedoch nicht bereit, sich die Tages­ord­nung von der WLH-Frak­ti­on in die­ser Wei­se dik­tie­ren zu las­sen.

Folg­lich muss­ten dann alle Rats­mit­glie­der zur Teil­nah­me an der Sit­zung auf­ge­ru­fen wer­den, denn eine Beschluss­fä­hig­keit ist erst bei Anwe­sen­heit der Hälf­te der Mit­glie­der des Rates gege­ben und eine Rei­he Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen hat­te sich wegen der Coro­na-Pan­de­mie ent­schul­di­gen müs­sen.  Im Fal­le der Ein­la­dung zur Sit­zung in Soll­stär­ke, sahen die übri­gen Frak­tio­nen und die Bür­ger­meis­te­rin die Gefahr, dass sei­tens der WLH die sog. Beschluss­un­fä­hig­keit gerügt wor­den wäre.

Doch dann die Über­ra­schung:
Ent­ge­gen ihrer Aus­sa­ge, die Soll-Stär­ke-Rege­lung abzu­leh­nen, stimm­te nun plötz­lich auch die WLH dafür. Ob es an plötz­li­cher Ein­sicht  lag, mag jeder für sich bewer­ten.
Ergo blie­ben die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den bzw. Ver­tre­ter und ein frak­ti­ons­lo­ses Rats­mit­glied am Tagungs­ort, wäh­rend die übri­gen Rats­mit­glie­der nach Hau­se gehen konn­ten und völ­lig unnö­tig einer poten­zi­el­len Gefahr aus­ge­setzt wur­den.

Für sol­che Spiel­chen sei­tens der WLH fehlt uns jedes Ver­ständ­nis!
Offen­bar ist der WLH-Frak­ti­on jedes Mit­tel selbst in einer sol­chen Kri­sen-Situa­ti­on recht, um sich ver­meint­lich zu pro­fi­lie­ren.
Aber die eige­ne (Min­der­hei­ten-) mei­nung über den Schutz der Gesund­heit von Men­schen zu stel­len und solch einen  Zir­kus zu ver­an­stal­ten, ist unver­ant­wort­lich und selbst für die WLH eine neue „Qua­li­tät“ des Umgangs.

Zu den Beschlüs­sen des Rates wer­den wir uns geson­dert äußern.

Mit freund­li­chen Grü­ßen, blei­ben Sie gesund!

Fol­ke Schmel­cher
Frak­ti­ons­ge­schäfts­füh­rer

Pres­se­mit­tei­lung: Sit­zung des Rates am 31. März 2020